Der Blog über Kreativität,   
Sinnerfüllung und New Work   

 

 

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Fokus

Um deine Ziele zu verfolgen, deine Projekte den entscheidenden Schritt nach vorn zu bringen und im Leben allgemein voran zu kommen, ist es hilfreich, einen intensiven Fokus darauf zu legen. In seine Handlungsenergie zu kommen, kann schwieriger sein, als es klingt – deshalb stelle ich dir in diesem Blogbeitrag Methoden und Prinzipien vor, wie du deinen Fokus setzen und dich besser auf das konzentrieren kannst, was du voranbringen möchtest.

Was dir wirklich dabei helfen kann, deinen Fokus zu setzen und zu verfolgen, sind Prioritäten und Struktur. Gleich lernst du verschiedene Methoden dazu kennen. Das wichtige ist auch dabei, nicht alles auf einmal umzusetzen, sondern dich vielleicht erstmal für eine Methode zu entscheiden, sie auszuprobieren und reifen zu lassen. Sieh die folgenden Ideen als Inspiration verschiedener Herangehensweisen und nicht als ganzheitliches Konzept. Lass uns loslegen!


Eat that Frog

Ein Prinzip von Brian Tracy: Dein „Frosch“ ist die zu erledigende Sache oder Aufgabe, die dir am unangenehmsten ist, vor der du dich wirklich drücken möchtest, die dir einfach nicht gefällt. Das sind meist die Dinge, durch die wir wahre Prokrastinations-Weltmeister werden! Tracys Rat: Mach das sofort! Direkt als erstes am Tag. Dahinter stecken drei Mechanismen: 1. Du hast das Unangenehme hinter dir und den ganzen Tag für die Aufgaben, auf die du dich freust. 2. Du hast ein Erfolgserlebnis, weil du den fiesen Frosch von deiner Liste streichen kannst und er dich nicht mehr zuquäckt. 3. Du nutzt die Macht der Willensstärke, die morgens am allergrößten ist und über den Tag eher abnimmt!

 

Dein One Thing

Ein ähnliches Prinzip, welches aber einen etwas anderen Schwerpunkt hat, von Gary Keller: Frage dich jeden Tag, welche eine Sache dich heute deinem Ziel am nächsten bringt? Was wäre am allerwichtigsten zu erledigen? Was würde den meisten Impact generieren? Was ist also dein One Thing an diesem Tag? Und - du kannst es dir schon denken: Setze all deine Energie darein, dein One Thing zu erledigen. Andere Aufgaben, die sonst deine Zeit beanspruchen würden, aber dich gar nicht so weit voranbringen würden, müssen erstmal zurückstehen. Vielleicht sind sie ja morgen dein One Thing. Und noch ein Tipp: Es heißt nicht dein „Meine 25 Punkte lange to Do Liste“ Thing, nein, was ist das EINE, das heute zu erledigen ist.

 

to Do Listen

Da schließen wir direkte an: Mach dich frei von zu vielen to Do's. Ich liebe to Do Listen und was nicht fein säuberlich aufgeschrieben ist, könnte ja vergessen werden. Ja. Aber: Zu viele to Do's erschlagen uns und frustrieren uns, weil wir es gar nicht schaffen können, sie alle zu erledigen. Ich schlage dir einen Mittelweg vor: Mach dir eine Wochen to Do Liste und verteile maximal drei to Do's auf jeden Tag. Oder gewöhn dir lieber gleich die Sache mit dem One Thing an, … aber du sollst ja selbst entscheiden, was dir am besten hilft… 😊

 

Get Your S*** Done Day

Manchmal sammeln sich aber eben doch kleinere to Dos an, die eigentlich nicht so wichtig sind, aber schnell erledigt wären. Richte dir einen Get Your S*** Done Tag ein, der nur dafür reserviert ist, all die Kleinigkeiten abzuarbeiten, die dir sonst ewig im Nacken sitzen. Und nach diesem Tag, nimm dir die 3-Minuten-Regel zu Herzen.

 

Die 3-Minuten-Regel

Diese Regel rät dir dazu, alles, was du innerhalb von drei Minuten erledigen könntest, direkt zu erledigen und nicht aufzuschieben! Damit sich solche ablenkenden Kleinigkeiten gar nicht erst ansammeln können. Das kannst du in Bezug auf deine Projekte verstehen, aber auch in Bezug auf so inspirierende Dinge wie Aufräumen & Co. Der Vorteil ist: Du musst nicht mehr darüber nachdenken, ob du jetzt die Spülmaschine ausräumen oder die Voicemail beantworten solltest. Just do it. Abhaken.

 

In Zeitintervallen arbeiten – Produktivitätsmodus

Schaffe dir konkrete Zeitintervalle, in denen du im Produktivitätsmodus bist. Stell dir dafür gut sichtbar beispielsweise einen Timetimer oder eine Videouhr auf Youtube ein, zum Beispiel 45 Minuten konzentriert arbeiten, 20 Minuten Pause. Wenn du bei der Arbeit oft von Kolleg*innen unterbrochen wirst, und dich deshalb nicht auf deinen Job fokussieren kannst: Sprich dieses Prinzip mit deinen Kolleg*innen ab und mach es für sie visuell kenntlich. Eben zum Beispiel durch die sichtbare Uhr oder eine Notiz an der Tür „Im Produktivitätsmodus, nicht stören. Ab 12:35 wieder ansprechbar.“ Übrigens ist ein solcher Modus auch hilfreich in Bezug auf deine generelle Erreichbarkeit über den Tag. Vielleicht kann es dir helfen, nur in bestimmten Zeiten Nachrichten zu lesen und zu beantworten. Entweder du kannst deine Mitmenschen darüber informieren (durch deine entsprechende Abwesenheitsbenachrichtigung oder eine Mailsignatur) – aber du wärst auch überrascht, wie schnell sich Menschen daran gewöhnen, dass andere nicht verfügbar sind, und selbst kreative Lösungen finden.

 

In produktiven Atmosphären arbeiten

Bei diesem Prinzip geht es um den Raum im konkreten und metaphorischen Sinne, in dem du arbeitest. Und um die Frage, ob du dich in einer Umgebung befindest, die deinem Fokus dient. Das liegt auch ein bisschen daran, was für ein Typ du bist – zum Beispiel gab es in der Uni ja immer die Zuhause-Lerner*innen und die Bibliotheks-Lerner*innen. Brauchst du eher Ruhe? Brauchst du eine Atmosphäre der Produktivität um dich herum? Für letzteres eigenen sich Bibliotheken oder Co-Working-Spaces ungemein. Wenn du lieber zu Hause für dich bist, aber trotzdem mal ausprobieren möchtest, ob es dich unterstützt, wenn andere sich parallel konzentrieren, gib mal „Study with me“ bei Youtube ein und lass dich auf dieses Experiment ein.

 

Commitment

Dieses psychologische Prinzip schwingt bei so manchen Bibliothekslerner*innen und auch bei Personen, die sich fürs Gym verabreden, mit: Finde eine Person, mit der du dich auf eine Handlung verpflichtest! Gemeinsam zu vereinbaren, welche Ziele du erreichen möchtest, hilft dir dabei, dich auch daran zu halten. Im Extremfall könntest du auch um Geld mit Personen wetten, die dich auf jeden Fall zu Rechenschaft ziehen, wenn du deine Handlungsverpflichtung nicht einhältst. Aber das sollte eigentlich nicht nötig sein, wenn du aus diesem Pool an Fokusinstrumenten das ein oder andere gefunden hast, das dich auch ohne Wettschulden deinen Zielen etwas näher bringt.

 

Innehalten und Wertschätzen

Zum Schluss möchte ich dir noch eine weiche Methode mitgeben, bei der es auch darum geht, deiner Leistung und deine Mühe Wertschätzung entgegen zu bringen. Entlehnt habe ich es aus diversen Formen von Daily Stand Ups, die ich erlebt habe. Du kannst das gut in Gruppen machen, aber auch einfach für dich selbst beantworten. Du kannst eine gute Zeit dafür festlegen und die Fragen, die dich zu dieser Tageszeit inspirieren würden, entsprechend anpassen. Diese hier eigenen sich zum Beispiel gut für ein kurzes Innehalten am Mittag: Was habe ich heute schon erreicht? Wo stehe ich jetzt? Was will ich heute noch tun?

 

Ich liebe diese Sammlung von Möglichkeiten, sich selbst besser zu fokussieren und in einen produktiven Flow zu kommen! Produktivität ist wirklich eines meiner leidenschaftlichsten Themen, für das ich total brenne. Deshalb hoffe ich, du kannst dir aus diesem Beitrag etwas für dein eigenes Arbeiten, Wirken und Streben mitnehmen! Wenn du selbst noch Ideen und Ergänzungen hast, erzähl es den anderen und schreib es hier in die Kommentare – ich freue mich von dir zu lesen!

Herzliche Grüße

Vera

 

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